Transfernachweis
Zum erfolgreichen Bestehen der GPM/IPMA Level D-Zertifizierungsprüfung ist das Einreichen eines sogenannten
Transfernachweises nötig, in dessen Rahmen ein überschaubares Projekt geschildert werden soll. Hier
kannst Du Dir meinen Transfernachweis herunterladen -- vielleicht kann er Dir ja für Deine Zertifizierungsprüfung
als Anregung (soll heißen: nicht als Quelle!) dienen.
Also einfach hier klicken und herunterladen.
Achtung
Inzwischen haben sich die Anforderungen an Transfernachweise geändert -- so darf ein Transfernachweis
beispielsweise nur noch maximal 60 Seiten umfassen. Dementsprechend kann mein Transfernachweis
für Dich gar nicht als Quelle dienen, weil er eben noch nach den alten Richtlinien verfaßt ist.
Vielleicht kann der Transfernachweis für Dich aber zumindest noch als Vergleichsmaßstab dienen -- ich
denke, daß sich die Anforderungen nach wie vor auf etwa gleichem Niveau bewegen werden.
Assessoren-Feedback
Nach dem mündlichen Teil der Zertifizierungsprüfung erhält man von den PM-ZERT-Assessoren Feedback zum
Transfernachweis. Ungeschickterweise besteht da nicht die Gelegenheit, sich dieses Feedback zu notieren --
dementsprechend muß ich folgende Informationen aus dem Gedächtnis wiedergeben:
Vom Eindruck ist der Transfernachweis sehr gut, er besteht fast nur aus starken Kapiteln,
die grafische Aufbereitung ist hervorragend. Der Projektsteckbrief ist zwar korrekt, es fehlen jedoch die Projektkosten.
(Stimmt, die habe ich wohl vergessen -- die sollten da eigentlich hinein.) Im Kapitel Ziele wird nicht zwischen Auftraggeber- und Projektzielen
differenziert und die Ziele des Auftraggebers werden einfach als Projektziele übernommen.
(Stimmt, hätte man schöner machen können.) In der Stakeholderanalyse (also auf Seite 17ff.) wäre es schöner gewesen, wenn man
noch die Kosten der Stakeholder-steuernden Maßnahmen einbezogen hätte. Das Kapitel Risikoanalyse ist in seiner Gesamtheit eher schwach.
Insbesondere wurde bemängelt, daß für ein Risiko die Eintrittswahrscheinlichkeit mit 70%
angegeben wurde -- das ist entschieden zu viel.
(Einzusehen -- vielleicht hätte man dieses Thema nicht im Rahmen der Risikoanalyse
behandeln sollen, sondern gleich als festen negativen Faktor. Geschenkt.) Die Schadens- und Risikowerte sind nicht in Euro, sondern auf einer abstrakten
Skala angegeben. Das ist schlecht.
(Im Text wird zwar erläutert, warum ich das für sinnvoll halte -- offenbar wollten die
Assessoren da meiner Argumentation nicht unbedingt folgen. Das ist okay für mich.) Im Risiko-Portfolio fehlen Pfeile, die die Richtung der Maßnahmen angeben. Die Kosten
der Maßnahmen zur Risiko-Begegnung wurden nicht betrachtet. Das Kapitel Projektorganisation ist gut, lediglich zu den Themen
Eskalation und Entscheidungsgremien hätte man etwas mehr schreiben können. Das Kapitel Phasenplanung ist sehr gut. Im grafischen Phasenplan
(Seite 39) wäre es jedoch von Vorteil, die Projektwochen kenntlich zu machen, also die X-Achse
zu beschriften.
(Vergessen.) Das Kapitel Einsatzmittelplanung ist an sich gut. Es wäre vielleicht schöner
gewesen, auf die Planung der Sachkosten doch nicht zu verzichten. In den grafischen Darstellungen hierarchischer Informationen erfolgt die
Wiedergabe der Hierarchieebenen etwas verfälscht, Hierarchien sind nicht richtig zu erkennen.
(Das schmerzt mich als hierarchisch denkenden Informatiker natürlich -- die Assessoren haben
aber recht. Allerdings habe ich diese Darstellungsform gewählt, weil es so schneller zu zeichnen
war und ich davon ausgegangen bin, daß es eh' keiner merkt. Retrospektiv hätte ich mir also vielleicht
das Quentchen Mehrarbeit doch aufhalsen sollen...) Der Rest war grundsätzlich positiv, weitere Anmerkungen gab es nicht.
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